Immer mehr Menschen versuchen sich vegetarisch oder sogar vegan zu ernähren. Auch in der ayurvedischen Ernährungslehre wird eine vegetarische Lebensweise empfohlen. Im Yoga gibt es dafür sogar einen eigenen Begriff „Ahimsa“, die Gewaltfreiheit gegenüber allen Lebewesen. Wer sich vegetarisch oder vegan ernähren möchte und dabei gut genährt durchs Leben gehen will, der/die muss sich mit seiner/ihrer eigenen Ernährungsweise auseinandersetzten. Es reicht nicht aus, einfach das Fleisch wegzulassen, denn der Körper braucht Eiweiße, um zu funktionieren. Dafür gibt es viele pflanzliche Alternativen wie zum Beispiel Tofu. Leider hat Tofu oftmals einen ziemlich schlechten Ruf, denn Natur-Tofu hat tatsächlich ungewürzt keinen großen Eigengeschmack. In diesem Rezept möchte ich Dir eine Zubereitungsart von Tofu zeigen, die wirklich super lecker ist und kein großer Mehraufwand zu einer Fleischbolognese bedeutet. Ich wünsche Dir viel Freude bei der Zubereitung!

Zutaten:

  • 200g Tofu natur (aus dem Kühlregal)
  • 3 Zwiebeln
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 TL Bio-Gemüsebrühe
  • 75g Möhren
  • 75g Sellerie und/oder Petersilienwurzel
  • 500g passierte Tomaten
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 TL Agavendicksaft oder Ahornsirup
  • 300 ml Wasser
  • Rauchsalz
  • (Stein-)Salz
  • Pfeffer
  • Italienische Kräuter
  • 6 EL Ghee oder Bratöl
  • Nudeln nach Geschmack (z. B. Emmer Nudeln und Erbsennudeln)
  • Petersilie

Wichtig ist den Tofu entweder am Abend vorher „einzulegen“. Dafür die drei Zwiebeln schälen und in feine Scheiben schneiden. 4 EL Ghee oder Öl, je nachdem, ob die Bolognese vegetarisch oder vegan werden soll in einer Pfanne erhitzen. Das Rezept, um Ghee selber zu machen, findest du hier. Die Zwiebel in das heiße Fett geben und glasig, goldig anschwitzen, dafür die Temperatur auf mittlere Temperatur bringen. Dann die Zwiebeln mit dem Fett in einen Schüssel geben und den Tofu darüber krümeln. Gemüsebrühe, Rauchsalz, Salz, italienische Kräuter und Tomatenmark zugeben und alles gut vermengen. Beim Salz gilt, ruhig etwas mehr nehmen, denn Tofu saugt das Salz förmlich auf. Zwischendurch abschmecken. Die Schüssel dann abdecken und über Nacht in den Kühlschrank geben und ziehen lassen.

Am nächsten Tag die Möhren, Sellerie und Petersilienwurzel fein raspeln. Die Knoblauchzehe schälen und mit einer Gabel zerdrücken.

Die 2 EL Ghee oder Bratöl in der Pfanne erhitzen. Die Tofumischung in der Pfanne schön goldbraun anbraten. Das geraspelte Gemüse und die Knoblauchzehe zugeben und kurz mit anschwitzen. Das ganze mit etwas Wasser ablöschen und kurz köcheln lassen und immer wieder umrühren.

Zwischendurch das Wasser für die Nudeln aufsetzten.

Dann die 300 ml der passierten Tomaten dem Tofu zugeben. Ahornsirup oder Agavendicksaft zugeben, um die Säure der Tomaten etwas zu mindern. Alles gut umrühren und auf kleinster Flamme köcheln lassen. Weiter je nach Bedarf noch Wasser oder passierte Tomaten zugeben, je nachdem wie viel Sauce du möchtest.

Das ganze nochmal mit (Rauch-)Salz, Pfeffer und italienischen Kräutern abschmecken. Die Nudeln in das kochende Wasser geben, dabei auf die unterschiedlichen Kochzeiten der Nudeln achten. Die Emmer-Nudeln brauchen bspw. 8 Minuten, die Erbsen-Nudeln nur 4-6 Minuten. So geben ich erst die eine Sorte, dann die weitere in den Topf.

Während die Nudeln kochen, die Petersilie groben schneiden. Dann die Nudeln abgießen und alles schön servieren, zum Beispiel noch mit essbaren Blüten dekorieren – so wird es ein Genuss auf allen Ebenen – Guten Appetit!